Horts Eberl

Was bisher niemand an meinem aufregenden Leben interessierte:

Der Zeugung in einem deutschen Nachkriegsfasching folgte im gleichen Jahr meine Geburt im Sternzeichen des „Schützen“, was für mein weiteres Leben möglicherweise ohne größere Bedeutung blieb. Die Erinnerungen an meine Kleinkinderzeit in dem oberbayrischen Kurort Bad Kohlgrub halten sich in Grenzen und beruhen hauptsächlich auf Schilderungen von Menschen aus meinem damaligen sozialen Umfeld. Es folgten Schul- und Ministrantenzeit, sowie erste Kratzversuche auf der Geige, was bei meinen Klassenkameraden eher Befremden, denn Bewunderung hervorrief. Mein Berufsziel, weltberühmter alpiner Skistar zu werden, scheiterte an zwei körperlichen Voraussetzungen; für die Abfahrt zu „leicht“ und für den Slalom zu „ungelenkig“.
Mein fußballerischer Ehrgeiz hielt sich ebenfalls in Grenzen, da mir meist nur die Rolle des „Linksaußen“ zugedacht war, was damals gleichbedeutend war mit „der lernt´s nia!“ Mein Wunsch, auf eine höhere Schule zu gehen, wurde mir mit einer Ohrfeige des Lehrers quittiert und der Bemerkung: „Bin ich dir als Lehrer nicht mehr gut genug, du Rotzlöffel?“ Trotzdem gelang mir der Übertritt in ein Allgäuer Gymnasium mit angeschlossenem Internat. In dieser Internatsgemeinschaft war mir fußballerisch auch weiterhin die Rolle des „Linksaußen“ zugeteilt. Meine militärische Laufbahn endete bereits bei der „Musterung“, da ich beim Wiegen als „zu leicht“ (48 kg) befunden wurde. Mein Bedauern darüber hielt sich in Grenzen.
Da ich mit sportlichen Erfolgen die Damenwelt so gut wie gar nicht beeindrucken konnte, beschloß ich nun „Musiker“ zu werden, in der Hoffnung, dass da „mehr läuft!“ Was sich durchaus im nachhinein als richtig herausstellte. Speziell Lieder von Georg Kreisler, Ulrich Roski, Schobert & Black, Reinhard Mey, Hannes Wader und natürlich Fredl Fesl imponierten mir sehr und verleiteten mich zum Nachsingen – und sie verfehlten ihre Wirkung nicht. Dem Augsburger Studium (Musik und Kunsterziehung) folgte nun im Jahre 1975 mein Pleiskirchner Lebensabschnitt als Musiklehrer sowie 13 Jahre katholisch- musikalische Erziehungsarbeit im bischöflichen Studienseminar St. Altmann in Burghausen. In diesen Zeitraum fällt auch die Heirat mit meiner über alles geliebten Ehefrau Katrin. Das Zeugen dreier Kinder mit der gleichen Frau kommt in der heutigen Zeit beinahe einer kleinen Sensation gleich, was sich bei Schülertreffen immer wieder bewahrheitet.
Nach Schließung des Seminars gab ich mir 1991 den guten Rat, mein Leben in Pleiskirchen mit Musikunterricht zu finanzieren, was sich heute als sehr sinnvoll erweist. Der Bau des Pleiskirchner Golfplatzes im Jahre 1996 änderte mein Leben radikal; es entstand nämlich mein erstes Golflied, der „Golfplatz Blues“. Aufgeputscht von diesem sensationellen „Ankommer“ textete und komponierte ich Golflieder auf Golferdrama, was im Herbst 2003 in meiner ersten CD gipfelte. Auf Grund dieses unglaublichen Erfolges (Platz eins der aktuellen Pleiskirchner Golf Charts) musste auch 2003 der technische Fortschritt mit Fax (inzwischen kaputt) und Handy in meinem beschaulichen Leben Einzug halten.

„Warum soll ich eigentlich nur Golflieder singen?“ – fragte ich mich 2002, und so entstanden meine recht erfolgreichen Lieder „Aus´m prallen Leben“.

In der Hoffnung, dass mich bald jemand am Handy anruft, verbleibe ich

Euer Horst Eberl

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